Fedora 7 auf HP Pavilion DV9000 (dv9375eu)
Letzte Änderung: 06.09.2007
Wenn jemand weitere Fragen zur dieser Maschine oder der Konfiguration hat, werde ich versuchen sie zu beantworten. Bitte beachtet, dass es nicht mein Notebook ist, ich machen nur Support dafür. Wenn ich etwas ausprobieren muss, dann kann es schon mal eine oder zwei Wochen dauern, bis ich dazu komme. Ich garantiere nicht, dass meine Antworten irgendein von euren Problemen lösen.
. Meine E-Mail-Adresse ist adalbert.prokop@gmx.de
Das Notebook kann man auch auf der Seite von HP bewundern.
- Übersicht
- Hardware
- Linux-Installation
- Suspend-to-disk
- Tücken mit 64-bit
- Besonderheiten
- Ausgaben von Info-Tools
- Fotos
Übersicht
Die Abmessungen sind mit 28,50×39,60×3,16 cm angegeben. Das sind 11,22×15,59×1,24 Zoll für die, die nicht im Metern denken. Das Gewicht beträgt 3,56 kg (7,85 lb).
Das Notebook hat ein silbernes Gehäuse mit einem schwarzen Deckel, einen 17 Zoll WXGA Display (1440×900 Pixel), ein Touchpad mit besonders gekennzeichnetem Bereich für Mausradersatz (zum Hoch- und Runterscrollen). Über dem Touchpad befindet sich ein Schalter, mit dem man das Touchpad an- und abschalten kann. Auf der Frontseite befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem man das WLAN und Bluetooth abschalten kann, Audioanschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und SPDIF, sowie ein Infrarot-Port. Es hat zwei eingebaute Lautsprecher. Über der Tastatur befindet sich eine Leiste mit verschiedenen Multimedia-Tastflächen. Auf der Oberkante des Displays befindet sich eine Webcam (1,3 Megapixel) und das interne Mikrofon (zwei Löcher, für linken und rechten Kanal). Die Tastatur ist in voller Größe, auch ein separater Ziffernblock ist vorhanden. Links neben der CapsLock-Taste und über der NumLock-Taste befinden sich LED, die den Status dieser Tasten anzeigen. Auf der linken Seite der Vorderkante gibt es 3 LED, für Stromversorgung, Batterieladeanzeige und Festplattenaktivität.
Genauere Beschreibung der Anschlüsse folgt unten.
Wegen der Größe und des Gewichts eignet sich das Notebook nur bedingt zum mobilen Arbeiten. Es wird auch auf der Unterseite sehr warm. Es ist eher ein Desktop-Ersatz für das schöne Wohnzimmer als ein Begleiter auf Reisen. Man sollte auch darauf achten, dass immer genügend Abstand zum Tischfläche vorhanden ist, damit der Lüfter genügend Luft zum Kühlen transportieren kann. Eine Tischdecke verdeckt meistens die Lüftung und sorgt so für permanenten Lüfterbetrieb. Der Lüfter ist deutlich hörbar, auch wenn nicht allzu laut.
Die 64-bit Architektur bereitet bei der Installation immerwieder Schwierigkeiten - was jedoch nicht Schuld der Hardware ist. Einiges an Software ist nicht für 64-bit Systeme erhältlich, so z.B. der Flash-Player oder Suns Java-Plugins. Hier muss man meistens etwas tricksen, um ans Ziel zu kommen.
Hardware
| Typ | HP Pavilion DV 9000 (dv9375eu) |
| CPU | AMD Turion X2 Mobile dual core (64bit), 2GHz, 4024,44 BogoMIPS |
| BIOS | Phoenix BIOS F.36 |
| Chipsatz | nVidia C51/MCP51 (PCI express) |
| Cache | 512KB second level cache |
| Speicher | 2 GB (dediziert) |
| Bildschirm | 17" WXGA 1440×900 Pixel |
| Grafikkarte | NVidia GeForce™ Go 7600 |
| WLAN | Broadcom BCM4310 IEEE 802.11 a/b/g |
| Audio | nVidia MCP51 |
| Medien | 2×160 GB Festplatte (Seagate ST9160821AS), 5400 U/min Samsung TS-L632M CD-RW/DVD-W SD/MMC/MS/SM Kartenleser (Ricoh R5C822, funktioniert mit Linux!) |
| Schnittstellen |
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Linux Installation
Distribution
Ich habe Fedora 7 für x86_64 installiert und benutze den Standard-Kernel von Fedora. Die Installation mit einer i386 Version für 32 Bit wollte gar nicht erst starten. Die Installation war problemlos, allerdings war die Inbetriebnahme etwas trickreich. Während der Installation sollte man als zusätzliche Kernel-Parameter für das zukünftige System noapic irqfixup angeben. Ohne noapic friert das System nach einiger Zeit einfach ein. Ohne irqfixup erscheint im Log nach einiger Zeit die Meldung über einen nicht abgefangen Interrupt 7, der anschließend abgeschaltet wird. Danach funktionieren USB-Festplatten nicht mehr.
Grafik
Der proprietäre Grafiktreiber von NVidia funktioniert gut und läßt sich problemlos installieren. Treiber kann man von der NVidia-Seite herunterladen. Hier sollte man drauf achten, die x86_64 (AMD64) Version zu wählen.
Wenn man die Kerneloption noapic vergisst, friert das System spätestens beim Starten des X-Servers ein.
Hier ist meine xorg.conf, wenn jemand interessiert ist.
Sound
Es piept und macht ganz dolle viel Lärm.
Mit anderen Worten: es funktioniert. Der verantwortliche Treiber ist snd-hda-intel.
Ich habe keine Qualitätstests mit dem eingebauten oder einem extenen Mikrofon unternommen. Ich hoffe einfach, dass sie so gut wie die externen Lautsprecher oder die Kopfhörer funktionieren.
Ethernet
Das forcedeth-Modul funtioniert ohne Probleme.
WLAN
Es gibt einen nativen Treiber für Broadcom-Chipsätze, der sogar unter Fedora 7 unter dem Namen bcm43xx_mac80211 vorhanden ist. Dieser Treiber unterstützt zur Zeit nur die b/g Standards. Leider fehlt noch die Firmware, die mühsam aus dem Windows-Treiber extrahiert werden muss. Dazu gibt es bei Fedora das Tool bcm43xx-fwcutter. Es kann die Firmware leider nicht aus dem Vista-Treiber extrahieren. Ich habe erfolgreich die Firmware aus einem Windows-XP-Treiber extrahiert, aber es war nicht einfach ein diesen Treiber zu kommen. Broadcom bietet keine Treiber auf seiner Seite an, also muss man sie von der Seite des Notebookherstellers (HP) herunterladen.
Die extrahierte Firmware kopiert man nach /lib/firmware.
Der erste Eindruck war ernüchternd. Das WLAN funktioniert, auch das Scannen nach WLANs klappt. Allerdings war die Verbindung etwas "wackelig" - auf dem Weg vom Notebook zu dem zwei Meter entferntem Access-Point ging etwa jedes achte Ping-Paket verloren. TCP-Verbindungen weisen auch einige Schwankungen auf, die ich auf anderen Notebooks mit Atheros-Chipsätzen auch bei größeren Entfernungen nicht beobachten kann. Aber es gibt noch Hoffnung, weil der Treiber immernoch stark weiterentwickelt wird.
Modem
Theoretisch gibt es Linux-Treiber für den Intel-Modem-Chipsatz. Mangels Bedarf, habe ich sie nie ausprobiert. Schaut unter http://linmodems.technion.ac.il/ nach, welches eine prominente Seite für Treiber und Informationen zu sog. Winmodems unter Linux ist.
Schnellstart-Knöpfe
Diese Knöpfe können ebenfalls mit Linux benutzt werden und man kann ihnen beliebige Funktionen zuweisen. Einige Tasten produzieren zunächst nur Scancodes, mit den den Kernel nichts anfangen kann. Um die Tasten verfügbar zu machen, muß man die richtigen Keycodes setzen. Macht man es nicht, ergibt das Drücken einer der Tasten nur eine Meldung im Syslog, dass die Taste nicht zugeordnet werden konnte. Dazu fügt man am einfachsten folgenden Zeilen in der Datei /etc/rc.d/rc.local ein.
setkeycodes e008 226 # KEY_MEDIA (Quickplay) X: 237 setkeycodes e00e 207 # KEY_PLAY (DVD) X: 179 setkeycodes e031 138 # KEY_HELP (Fn-F1, help) X: 235 setkeycodes e00a 152 # KEY_LOCK (Fn-F6, lock) X: 146
Sind die Knöpfe erstmal aktiv, muß man sie unter X nutzbar machen. Es kann leider von Hause aus (meistens) mit den erzeugten Keycodes nichts anfangen. Allerdings gibt es das Projekt Linux support for Easy Access and Internet Keyboards, dass die Tastencodes abfangen kann und vordefinierte Aktionen starten kann. So sehen zum Beispiel meine Konfigurationsdateien lineakd.conf und lineakkb.def aus. Für Fedora existieren fertige Pakete, man braucht lediglich die Konfigurationsdateien.
FireWire
Kann nichts testen, weil ich keine Geräte habe.
USB
Schnelles USB, einfach so, ohne Probleme. Ohne die Kerneloption irqfixup erschien im Betrieb eine Logmeldung, über einen nicht abgefangenen Interrupt 7, der abgeschaltet wird. Danach funktionierten die USB-Festplatten nicht mehr.
Externer Bildschirm
Nicht getestet.
S-Video
Nicht gestestet.
Der S-Video Anschluß ist nicht kompatibel mit dem gängigem Cinch-Composite Anschluß! S-Video überträgt Luminanz (Helligkeit) und Chrominanz (Farbintensität) getrennt. Ein Composite-Signal enthält beide Informationen. Fast alle Adapter von S-Video auf Scart (Euro) Stecker, die ich gesehen habe, greifen nur das Luminanz-Signal ab. Daraus resultiert aber nur ein schwarz/weiß Bild. Leider kann man auch nicht einfach beide Kontakte zusammenlöten, das gäbe einen Kurzschluß.
Wer nicht genug Geld für einen fertigen Adapter hat, kann auch Google bemühen und nach der Kabel-FAQ suchen, in der unter anderem auch eine Bauanleitung für einen S-Video nach Composite Adapter zu finden ist.
Suspend-to-disk
Nicht getestet, weil es nicht mein Notebook ist und ich es nie lange genug in den Fingern habe, um etwas ausgiebig zu testen.
Tücken mit 64-bit
Für Software, die aus den Fedora-Repositories installiert wird, gibt es keine Probleme. Auch Software, die vollständig im Quellcode vorliegt bereitet wenig Probleme. Probleme beginnen mit vorkompilierter Software, die nicht für die x86_64 Architektur vorliegt. Das ist fast immer der Fall bei Firefox-Plugins. Zwar wird auch die 32-bit Version des Firefox mitinstalliert, aber um diese zu starten, muss man das Startskript ändern und diese Änderung ginge bei nächstem Update verloren. Egal wie man das Problem angeht: es bleibt nur ein Workaround, keine saubere Lösung.
Man kann den nspluginwrapper einsetzen, mit dem man 32-bit Plugins in 64-bit Umgebung ausführen kann. So kann man das Flash-Plugin und das Acrobat-Plugin im Firefox benutzen. Es lassen sich auch andere Plugins damit benutzen.
Leider hilft das bei Java auch nicht weiter. Sun hat zwar Java offiziell zu OpenSource deklariert, aber es gibt noch keine Release. Sun bietet auch eine x86_64 Version von Java an, diese hat aber keinen Browser-Plugin. Die einzige Hilfe bis jetzt ist Java von Blackdown, das zur Zeit nur Java 1.4.2 (Java 2) anbietet. An Java 1.5 (Java 5) wird gearbeitet. Man kann die Pakete von einem der FTP-Mirrors herunterladen.
Im Betrieb habe ich festgestellt, dass das Java-Plugin instabil ist. Firefox stürzte reproduziertbar beim Aufruf von www.map24.de ab. Also entschied ich mich die 64-Bit Variante des Browsers links liegen zu lassen und stattdessen die 32-Bit Version zu nutzen.
Ich habe ein RPM-Paket gebaut, das bei jedem Firefox-Update das Firefox-Startskript modifiziert und so dem Benutzer die Wahl zwischen der einen oder anderen Variante lässt. Das Paket und die Beschreibung dazu befinden sich auf meiner Linux-Tools Seite.
Besonderheiten
Ein Desktop, das in ein Notebookgehäuse gepresst wurde. Nicht für den mobilen Einsatz geeignet. Für den heimischen Schreibtisch ist es OK. Hier profitiert man von der großen Tastatur mit dem Ziffernblock, die ein gutes Tippgefühl hat.
Das Display verfügt über kein Diffusionsschicht, sondern hat nur eine Glasscheibe. Dadurch sehen die Farben viel intensiver aus, allerdings spiegelt der Hintergrund darin sehr stark. Arbeiten mit Rücken zum Fenster ist nicht empfehlenswert.
Wegen des 64-bit Prozessors muss man auf einige Schwierigkeiten vorbereitet sein. Software aus den Fedora-Repositories ist problemlos, aber vorkompilierte Software gibt es nur selten in der 64-bit Variante. Man kann zwar auch 32-bit Software einsetzen, dann müssen auch die passenden Bibliotheken vorhanden sein.
Fotos
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- S-Video
- VGA
- HP-Erweiterungs-Port
- Netzwerk-Anschluss
- Modem-Anschluss
- HDMI
- USB
- USB
- FireWire
- MMC/SD Kartenleser
- USB
- HP-Erweiterungs-Port
- CD/DVD-Laufwerk
- USB
- Stromanschluß
- Linker Eingang des Mikrofons
- Webcam (1,3 MegaPixel)
- Rechter Eingang des Mikrofons
- Batteriefach
- Batteriefachverschluss
- Lüftungsansauggitter
- 2. Festplatte
- Speicher
- 1. Festplatte
- WLAN/Bluetooth-Schalter
- Infrarot-Port
- Mikrofon
- Kopfhörer
- SPDIF
Letzte Änderungen am: Sonntag, 5. Oktober 2008, 22:48:47






