APB - AP Blog
• Kritik •
6. Juli 2008, 20:55
Edna ist da!
Edna kam gestern!
Gemeint ist ein neus Point-and-Click Adventure von Daedalic: Edna bricht aus
Alles in einem ein hübsches, handgezeichnetes Adventuer mit Witz und allem, was man so von Monkey Island kennt. Leider nicht ganz so gut. Ednas Hase Harvey ist nicht immer der Brüller, einige Figuren wurden so vertont, dass sie dreeeeei Minuuuuuuuteeeeeen braaaaauuuuuucheeeeeeeeen, uuuuuuuum eineeeeeeen Saaaaaaatz aaaaaaaauuuuuuuuszuuuuuuuuuspreeeeeeecheeeeeen - da hört der Spaß wirklich schon auf.
Hinzu kommen noch einige, teilweise gravierende, technischen Unzulänglichkeiten:
- Man braucht Administratorrechte, um das Spiel zu spielen. Völliger Quatsch, denn sogar viel aufwändigere Spiele wie Ankh brauchen keine Administratorrechte, oder müssen nur einen kleinen Teil mit Adminrechten installieren.
- Das Spiel lässt sicht nicht auf FAT-Partitionen installlieren, weil es etwa 5 Gazillionen an Sounddateien auf die Festplatte kopiert, die zusammengenommen 6GB groß sind. Leider verträgt FAT nicht so viele Dateien in einem Verzeichnis.
- Das spiel benötigt 7GB Festplattenspeicher. In Worten: Sieben Gigabyte. Das ist ein wenig happig für ein Adventure, das in Comicgrafik daherkommt.
- Das Spiel ist in Java geschrieben (wieso würde man sonst das Java Runtime Environment mit ausliefern?). Das ist natürlich noch lange kein Nachteil. Wieso gibt es aber keine betriebssystemunabhängige Spielversion, die man einfach so unter Linux oder MacOS spielen könnte? Hier wurde nicht zu Ende gedacht.
- Man kann nur 9 Spielstände speichern. OK, man kann sich damit arrangieren...
- Die Spielstanddaten sind verteilt zwischen Verzeichnissen auf der Festplatte und Java-Properties in der Registry. Furchtbar... Wenn man mit dem Spiel auf einen anderen Rechner umzieht, dann muss man Verzeichnisinhalte kopieren und Teile der Registry ex- und importieren. Klarer Fall von nicht antizipiertem Problem.
Technisch punktet "Edna bricht aus" nur, weil man die DVD nicht benötigt, um das Spiel zu spielen. Dadurch entfällt das sinnlose Mitschleppen von DVDs, wenn man unterwegs auf dem Laptop weiterspielen möchte. Das war bei Jack Keane verdammt iritierend.
Ich würde dem Spiel folgende Schulnoten geben:
für die Spielidee und das Spielerlebnis. Natürlich ist das sehr subjektiv, aber das kann ich leider nicht ändern. Die Bilder sind lustig gezeichnet, Edna und Harvey gelingt so mancher Witz und die Rätsel nicht offensichtlich. Außerdem ist Ednas Stimme sehr angenehm.
Keine 1, weil der Humor eben nicht so gut ist wie z.B. in Ankh, Monkey Island oder Sam'n'Max. Andere Charaktere sind machmal nicht so schön sychronisiert wie Edna, Adrian ist sogar das beste Negativbeispiel.
für die Umsetzung. Es reicht aus, um fehlerfrei gespielt zu werden, aber auch nicht wirklich mehr. Besonders der Zwang zur Administratorrechten ist völlig daneben und in gutem Softwaredesign keinesfalls notwendig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ihr mit den Unzulänglichkeiten leben könnt, dann werdet ihr als Adventureliebhaber Spaß an dem Spiel haben, auch wenn nicht ganz so viel, wie in der Herstellerwerbung behauptet.
In diesem Sinne: Droggelbecher!
• Wahnsinn •
5. Juli 2008, 17:34
Betrugsmasche: Richtlinie 36546
Diese Anschreiben haben wir vor nicht allzu langer Zeit erhalten. Keine schlechte Betrugsmasche, oder? Ich darf mal zusammenfassen: Ein nicht näher identifizierbarer Absender aus Florida (PO Box), fordert uns in einem Anschreiben, das von nicht namentlich benannten Person(en) vier mal unleserlich unterschrieben wurde, auf, für eine unbekannte Leistung 20,- € in Bar an einen nicht identifizierbaren Empfänger (PO Box) in Kanada zu schicken.
Um es mit den Worten meiner Freundin auszudrücken: Wer ist so blöd und schickt dort Geld hin?
Die traurige Wahrheit ist wahrscheinlich, dass es wohl genügend Spezis gibt, die sogar auf diese billige Masche hereinfallen. Sonst würden diese Briefe wohl nicht verschickt werden.
Ach ja. Auf der Rückseite geben die geistigen Trittbrettfahrer sogar zu, dass ihre "Dienstleistungen" bestenfalls feuchten Kehrricht wert sind.
Mögen deren primären äußeren Geschlechtsmerkmale je nach Beschaffenheit dehydrieren oder zuwachsen.
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