APB - AP Blog
• Kritik •
6. Juli 2008, 20:55
Edna ist da!
Edna kam gestern!
Gemeint ist ein neus Point-and-Click Adventure von Daedalic: Edna bricht aus
Alles in einem ein hübsches, handgezeichnetes Adventuer mit Witz und allem, was man so von Monkey Island kennt. Leider nicht ganz so gut. Ednas Hase Harvey ist nicht immer der Brüller, einige Figuren wurden so vertont, dass sie dreeeeei Minuuuuuuuteeeeeen braaaaauuuuuucheeeeeeeeen, uuuuuuuum eineeeeeeen Saaaaaaatz aaaaaaaauuuuuuuuszuuuuuuuuuspreeeeeeecheeeeeen - da hört der Spaß wirklich schon auf.
Hinzu kommen noch einige, teilweise gravierende, technischen Unzulänglichkeiten:
- Man braucht Administratorrechte, um das Spiel zu spielen. Völliger Quatsch, denn sogar viel aufwändigere Spiele wie Ankh brauchen keine Administratorrechte, oder müssen nur einen kleinen Teil mit Adminrechten installieren.
- Das Spiel lässt sicht nicht auf FAT-Partitionen installlieren, weil es etwa 5 Gazillionen an Sounddateien auf die Festplatte kopiert, die zusammengenommen 6GB groß sind. Leider verträgt FAT nicht so viele Dateien in einem Verzeichnis.
- Das spiel benötigt 7GB Festplattenspeicher. In Worten: Sieben Gigabyte. Das ist ein wenig happig für ein Adventure, das in Comicgrafik daherkommt.
- Das Spiel ist in Java geschrieben (wieso würde man sonst das Java Runtime Environment mit ausliefern?). Das ist natürlich noch lange kein Nachteil. Wieso gibt es aber keine betriebssystemunabhängige Spielversion, die man einfach so unter Linux oder MacOS spielen könnte? Hier wurde nicht zu Ende gedacht.
- Man kann nur 9 Spielstände speichern. OK, man kann sich damit arrangieren...
- Die Spielstanddaten sind verteilt zwischen Verzeichnissen auf der Festplatte und Java-Properties in der Registry. Furchtbar... Wenn man mit dem Spiel auf einen anderen Rechner umzieht, dann muss man Verzeichnisinhalte kopieren und Teile der Registry ex- und importieren. Klarer Fall von nicht antizipiertem Problem.
Technisch punktet "Edna bricht aus" nur, weil man die DVD nicht benötigt, um das Spiel zu spielen. Dadurch entfällt das sinnlose Mitschleppen von DVDs, wenn man unterwegs auf dem Laptop weiterspielen möchte. Das war bei Jack Keane verdammt iritierend.
Ich würde dem Spiel folgende Schulnoten geben:
für die Spielidee und das Spielerlebnis. Natürlich ist das sehr subjektiv, aber das kann ich leider nicht ändern. Die Bilder sind lustig gezeichnet, Edna und Harvey gelingt so mancher Witz und die Rätsel nicht offensichtlich. Außerdem ist Ednas Stimme sehr angenehm.
Keine 1, weil der Humor eben nicht so gut ist wie z.B. in Ankh, Monkey Island oder Sam'n'Max. Andere Charaktere sind machmal nicht so schön sychronisiert wie Edna, Adrian ist sogar das beste Negativbeispiel.
für die Umsetzung. Es reicht aus, um fehlerfrei gespielt zu werden, aber auch nicht wirklich mehr. Besonders der Zwang zur Administratorrechten ist völlig daneben und in gutem Softwaredesign keinesfalls notwendig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ihr mit den Unzulänglichkeiten leben könnt, dann werdet ihr als Adventureliebhaber Spaß an dem Spiel haben, auch wenn nicht ganz so viel, wie in der Herstellerwerbung behauptet.
In diesem Sinne: Droggelbecher!
• Kritik • Wahnsinn • Weltsicht •
7. Mai 2008, 21:48
Kartbahn und fünfe mal gerade sein lassen...
Neulich waren wir mal Kartfahren. Für mich eine Premiere, denn diese Teufelsdinger habe ich noch nie gefahren. Wir waren 11 Leute - das Maximum, was die Bahn gleichzeitig für Amateure hergibt. Nachdem wir dieses entlegene Fleckchen endlich gefunden haben, wurden wir vom "Kart-Center-Team" mit freundlichem Schweigen und anteilsvollem Nicken begrüßt. So ermutigt ging es dann an die Einweisung für Anfänger, damit wir uns während des Rennens nicht gegenseitig zu Brei fahren. Es wurden viele lustige farbige Fahnen erklärt und mitunter der Verlauf:
- Warm-up
- Qualifying
- 50-Runden Rennen
Danach ging es an die Mordsmobile und im Kreis herum, bis einer zum Sieger erklärt werden konnte. Zum Schluss gab es noch für jeden einen Zettel (siehe Bild) mit den Rennzeiten. Leider waren wir noch voll von Adrenalin, so dass das Denken und Rechnen erst auf dem Rückweg einsetzte.
Man schaue genau auf den Zettel und betrachte Platz 1. (leider nicht ich...
). Seine Gesamtzeit war: 21:41.32 = 1301,32s. Bei 50 Runden ergibt das einen Durchschnitt von?... richtig! 26,02s. Aber Moment...! Die "beste" Rundenzeit war doch 28,79s?
Ok, rechnen wir mal anders. Angenommen Numero Uno fuhr jedes mal seine Bestzeit. (Was Schumacher kann, können wir schon lange.) Dann nehmen wir die Gesamtzeit und rechnen nach: 1301,32s ÷ 28,79s = 45,20 Runden.
Hmm... macht doch fast so nachdenklich, wie die Aussage eines Fahrers, der Rundenzähler wäre direkt von 10 auf 13 gesprungen.
Wie man es dreht und wendet: wir wurden über's Ohr gehauen. Das ist nicht geflunkert, dass ist gelogen. Und wenn man das Qualifying den Kunden in die Rechnung stellen will, dann bitte - aber nicht unterjubeln.
Alles in einem: Das Kartcenter in der Kelvinstrasse in Köln kann ich nicht empfehlen. Freundlichkeit hält sich in Grenzen und Ehrlichkeit... naja. Ihr könnt selber nachrechnen.
11. März 2008, 22:39
BIOS Passwörter sind megadoof
So, Notebook ist wieder da und funktioniert. Es war bei "Reperatur" bei H&G, die haben jedoch nichts dazu beigetragen, dass es wieder funktioniert. Bei H&G, weil ich keinen Rat mehr wusste und an vielen Stellen nachgefragt habe, wieviel denn eine Instandsetzung von Notebook α Type β vom Hersteller γ kosten würde - weil BIOS Passwort vergessen. Und von H&G kam eine nette Antwort, dass sie das Passwort für rund 90,- € rücksetzen würden. Also habe ich das Gerät ins "Service"-Center vorbeigebracht und nochmal nachgefragt, ob die 90,- Piepen tatsächlich dem Stand der Dinge entsprechen würden. Daraufhin ist der nette Mitarbeiter irgendwohin verschwunden und wenn er nicht gerade 10 Minuten Lang in der Nase gebohrt hat, dann hat er nochmal mit einem Kollegen Rücksprache gehalten - ja, das würde so stimmen.
Kaum 'ne Woche später dann die Ernüchterung im E-Mail-Fach. Es muss das Motherboard ausgetauscht werden, Kostenpunkt: über 400,- € Das Notebook sei beim Hersteller und H&G möchte wissen, ob ich mit dem Austausch einverstanden sei.
WIE BITTE? Für dieses Geld kann ich mir ein neues Gerät besorgen. Außerdem liegt ein geringfügiger Unterschied zwischen 90 und 400 Euro. Ist ja nicht so, dass das Problem langwierig gesucht werden müsste! Es war klar beschrieben und genauso klar sollte es ob man es beheben kann oder nicht. Und statt Notebooks durch die Weltgeschichte zu schicken, hätte man die Nummer des Herstellers wählen können und fragen, wieviel die Reperatur kosten würde. ARRRRGS!
Zum Vergleich: Anruf bei ADDAG (der Händler, bei dem ich das Gerät gekauft habe), 2 Minuten Gespräch mit dem Ergebnis (sinngemäß) "tut uns leid, aber kostet viel weil Motherboardaustausch". Ist zwar ärgerlich, aber damit kann ich leben.
Da die 90 Kröten aber im Vorraus für einen "Kostenvoranschlag" zu entrichten waren, habe ich nur die Hälfte meines Geldes wiedergesehen - weil mir offensichtlich per E-Mail etwas Falsches mitgeteilt wurde. Das müsse ich verstehen, weil H&G auch Kosten entstanden seien, usw., usw. Entschuldigung, wenn ein Mitarbeiter von H&G E-Mails lesen würde, statt sie nur zu überfliegen, dann hätten sie nicht die Arbeit und ich wäre voll zufrieden.
Die Ausgabe wird jetzt unter "Lehrgeld" verbucht - bei H&G gebe ich jedenfalls nichts mehr ab, denn die geballte Kompetenz, die mir dort entgegenschlug, die kann ich locker toppen.
Das Passwort habe ich übrigens kurz danach erraten - es war das übliche BIOS-Passwort, was ich immer verwende, nur um ein Zeichen kürzer...
24. November 2007, 09:46
Surftipp
Ich möchte jetzt zwei Cartoons vorstellen, die ich sehr lustig fand. Die Autorin der beiden Cartoons ist Nina Ruzicka und ihre Werke präsentiert sie in ihrem Blog Cartoon Tomb.
Nina ist eine junge Wienerin, die als Lektorin in einem Verlag arbeitet. Da sie sich nicht dem üblichen Frauenbild anpasst hat ihr Leben die eine oder andere überraschende Wendung parat. Alles mitten aus dem Leben erzählt und sehr realistisch. Es sind keine Schenkelklopfer zu erwarten, dafür ein sehr warmer Humor, der einen sehr breit grinsen lässt.
"Der Tod und das Mädchen" ist noch schwieriger in seinem Inhalt zu beschreiben. Die Charaktere schon vollständig durch den Titel gegeben. (Ja, das Mädchen hat auch einen Namen - lest doch selber, wenn ihr ihn erfahren wollt!
) Eigentlich hätte sie den Tod schon vor langer Zeit begleiten sollen, sie hat es jedoch durch ihren Stursinn bisher erfolgreich verhindert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unerwartete Zuneigung - und eine Zuneigung zum Tod, die hat es in sich...
Diese Geschichte ist kein "lustiger" Comic, sondern eben eine Geschichte, die mir sehr gefällt. Gibt es übrigens auch als Heft zum Kaufen (Teil 1, Teil 2 und Teil 3).
Viel Spass beim Lesen!
20. November 2007, 21:33
E-Mail tot
Danke nochmals an die Angeber.in für den Hinweis, dass meine E-Mail-Adresse tot ist. Leider weiß ich nicht, wieviele E-Mails im Nirvana gelandet sind. Laut meinem Provider ist das Problem zwischenzeitlich behoben. Die Frage nach der Ausfalldauer habe ich auch dem Support gestellt, mal sehen ob und was sie antworten...
Update: sie haben geantwortet! Sie "gehen davon aus, dass die Beeinträchtigung nicht länger als 48h gedauert hat." Felsenfeste Überzeugung klingt für mich jedenfalls anders.
17. November 2007, 15:12
Im gelobten Land getötet
Nein, es geht nicht um den nahen Osten. Das gelobte Land ist in diesem Fall Kanada und getötet wurde ein Pole, Robert Dziekański. Auf dem Flughagen von Vancouver von den Sicherheitskräften mit einer "nichttödlichen" Waffe.
Der Tod aus der nichttödlichen Taser-Waffe, Telepolis
Der neue Schlagstock, Telepolis
Sie haben mein Kind getötet! (pol. Zabili mi dziecko!, Gazeta)
Meine Liebsten Waffen, Qualitys Blog
Von Unfall kann man hier nicht sprechen, denn offensichtlich sind hier vier ausgebildete Sicherheitskräfte auf eine unbewaffnete, verwirrte Person losgegangen und haben sie mit zwei Elektroschockwaffen (sog. Tasern) mit je 50.000 Volt paralysiert.
Seit kurzem werden diese Waffen in Kanada als die beste Lösung für Sicherheitskräfte verkauft. Offensichtlich hat man hier den Faktor Mensch nicht in die Rechnung aufgenommen. Wären sie mit gewöhnlichen Schusswaffen ausgestattet, hätte wahrscheinlich niemand einen tödlichen Schuss abgegeben. Sehr wahrscheinlich hätte auch niemand den Mann mit dem Schlagstock bis zum Tod geprügelt. Die Wachmänner haben jedoch kaum gezögert ihre Elektroschocker einzusetzen. Es macht wohl großen Unterschied, ob man aktiv werden muss, um jemanden zu verletzen oder ob man nur ein Knöpfchen zu drücken braucht.
Sicherheitskräfte brauchen Waffen - die bösen Bubben haben ja auch welche. Aber es zeigt, dass es keine "nichttödlichen" Waffen gibt. Und dass Menschen, den man solche Macht in die Hand gegeben hat, sie bis an die Grenze ausreizen werden. In diesem Fall mit dem Ergebnis, dass ein Mensch tot ist, eine Mutter ihren Sohn verloren hat, auf den sie Jahre wartete und ein Sicherheitsmann mit dem Gedanken Leben muss, einen Menschen umgebracht zu haben - von der Strafverfolung mal abgesehen.
30. Juni 2007, 18:08
Café podcast
In das Café podcast bin ich neulich mit meinem Kumpel reingestolpert. Wir haben eine kleine Kneipentour gemacht und sind daran vorbeigelaufen. Das Ambientie ist eher für die Yuppies ausgelegt, nicht nicht so schäbig-gemütlich wie meine Lieblingskneipen, wie die Musiktruhe oder das Zebulon. Dennoch hat es etwas für sich. Bequeme Ledersofas und Schalensitze laden zum Herumlümmeln ein.
Die besondere Idee an Café Podcast: während man dort ist, kann man kostenlost ein Konzert- oder Performancevideo von sich machen lassen, "profesionell" bearbeiten (was auch immer profesionell hier heißt...) und ins Internet stellen lassen. Das ist eine Idee, die sich durchaus gegen die sonst oft anzutreffenden Karaokeabende abhebt.
Die Frage ist nur, wie erfolgreich das Angebot im kleinen Bonn sein wird. Meiner Meinung nach fehlt hier das große Laufpublikum und die extrovertierten Gäste, die dafür benötigt werden. Auch die Lage ist nicht optimal - das Café ist in der Friedrichstr. 33 und damit etwas abseits gelegen. Dennoch eine interessante Idee.
Achja, beinahe vergessen: Laut dem Werbeprospekt gibt es im Café Podcast auch kostenlosen Internetzugang.
• Kritik • Software • Weltsicht •
28. Mai 2007, 21:47
Legal? Illegal? Scheißegal!
oder: nicht geklaut, es ist meins!
Ist schon jemanden aufgefallen, was Web2.0 ist?
Im Prinzip ist es ganz einfach: Wie mit fast allen 2.0 Sachen ist es weder besser noch schöner, dafür bunter und langweiliger. Statt eigene Inhalte zu schreiben, klauen wir uns Bilder quer über das Netz, dazu ein paar schlechte Vierzeiler (am besten über Liebe) und präsentieren das ganze auf der eigenen Seite. Wahrscheinlich überfordert es die Intelligenz eines durchschnittlichen Web2.0-Webbers eigenen Text (neudeutsch: content) zu schreiben. Entweder scheitert es an den Schreibkenntnissen, oder an der fehlenden eigenen Meinung zu irgendetwas. Diese Mängel werden kompensiert durch Glitzer auf animierten GIF-Bildchen.
Wieso ich das hier schreibe? Weil ich sauer bin, dass man Fotos von meiner Seite klaut und dann noch nicht einmal einen Hinweis auf den Autor (also mich
) dazuschreibt. Die 2.0-Webber sind sogar dreist genug die Bilder direkt von dieser Seite zu linken, ohne sie bei sich zu speichern.
Deswegen werde ich jetzt meine Bilder mit einem Ursprungshinweis versehen. Schade, denn der Text mach den Eindruck eines hübschen Fotos etwas kaputt.
Wenn jemand an dem Skript interessiert ist, mit dem ich die Logos in ein Bild einfüge, dann kann er logooverlay auf meine Linux-Helferlein-Seite finden.
Hier die Bilder, die am liebsten geklaut werden:
5. März 2007, 22:42
Ankh
Ankh ist ein 3D-Adventure der deutschen Softwareschmiede bhv. Es ist ein Spiel ganz im Stiel der Klassiker dieses Genres, wie z.B. Monkey Island oder Indiana Jones. Ein Spiel, in dem es darum geht das Köpfchen zu benutzen, um knifflige Rätsel zu lösen, statt Gegner abzumetzeln und möglichst mausgewandt um die Ecke zu ballern.
Die Geschichte
Assil, Sohn des Architekten des Pharaos, wird von einer Mumie mit einem Todesfluch belegt. Nun liegt es an dem Spieler die Figur zu steuern und den Fluch wieder loszuwerden. Das klingt zunächst nach einer Aufgabe - ist es aber nicht... Wer schon mal Adventure gespielt hat, weiß, dass zwischen dem Anfang und dem Ende des Spiel noch beliebig viele andere Rätsel und Probleme erwachsen, die nacheinander gelöst werden wollen. Welche Rätsel das sind, das möchte ich mal nicht verraten, um den Spielspaß nicht zu verderben. Es sind aber nicht wenige.
Meinung zum Spiel
Das Spiel ist durchaus vergleibar mit den Klassikern, die ich oben nannte, auch wenn es nicht ganz an diese heranreicht. Die 3D-Grafik macht das Spiel nicht schlechter, aber auch nicht besser. Eine gute Grafikkarte vorausgesetzt kommt man in den Genuss von ansprechenden Wasser-, Licht- und Schatteneffekten, hübschen Texturen und ansprechenden Charakteren. Das ganze ginge auch ohne 3D, z.B. mit 2D-Grafik im Comicstil von Monkey Island III. Das wesentliche an solchen Spiel ist eben der Spielspaß, die lustigen Ideen und die kniffligen Rätsel.
Um den Spielspaß nicht zu verderben, habe ich Passagen, die etwas über das Spiel verraten mit ROT13 kodiert. Leider ist das nur bei eingeschaltetem JavaScript wirksam. Durch einen Klick auf den folgenden Link, kann man die Teile wieder decodieren.
Positives
- Liebevolle Charaktere, hübsch gerendert, gut synchronisiert mit prominenten, markanten Stimmen.
- Interessante Rätsel.
- Ein sehr witziger Vorspann und Nachspann.
- Das Spiel lässt sich ohne Administratorrechte installieren und Spielen! Das ist schon recht selten und sollte als ein dickes Plus für den Administrator gewertet werden.
- Man kann sich den Lösungsweg nicht verbauen.
- Man kann in dem Spiel nicht „sterben“. Auch wenn zum Schluß im Spiel eine Szene vorkommt, in der schnelles Handeln notwendig ist. Aber selbst da, wird man beim Mißligen immer wieder an den Anfang der Szene gesetzt.
Negatives
- Die Rätsel sind zwar interessant, aber meist leicht zu lösen. Nur ein zwei Stellen hatte ich wirklich Probleme ein Rätsel zu lösen. Meistens ergab sich das Vorgehen recht einfach aus den gesprochenen Dialogen und aus dem Inhalt des Inventars.
- Die 3D-Grafik macht eine zeitgemäße Grafikkarte unumgängig. Meine NVidia FX 5200 ist mit der Darstellung ganz klar überfordert. Erst wenn man die Grafikdarstellung auf Geschwindigkeit optimiert (auf Kosten der Qualität) lässt sich das Spiel vernünftig bedienen. Globale Effekte waren bei mir Tabu. Z.B. die getrübte Sicht des Stoffverkäufers oder die Unterwasserdarstellung habe ich nur gesehen, weil ich das Spiel auf dem Notebook meiner Freundin gespielt habe, das eine ATI 9600 Mobile hat.
- Der Link auf dem Desktop, mit dem man das Spiel startet zeigt auf die Datei
StartGame.exe, die zunächst immer ein nervtötendes Fenster öffnet, in dem man zur Registrierung aufgefordert wird. Hier kann ich nur empfehlen den Link direkt auf die DateiAnkh.exeumzubiegen. Registrierung schön und gut, ein Hinweis darauf wäre sicher in Ordnung, aber jedes mal damit zu Nerven, das geht tierisch auf den Sack. - Das Spiel hat, wie jede Software, einige Bugs, die den Spielspaß meistens nicht trüben, aber irgendwie irritieren, z.B.
- Wenn der Computer gerade mit Nachladen von Irgendetwas beschäftigt ist, kann es passieren, dass die Dialoge nur angezeigt, aber gar nicht, oder nicht vollständig gesprochen werden.
- Obwohl die Piratenschatzkiste im Nil schon offen ist, behauptet Assil ganz frech, dass er die Kiste nicht öffnen kann, wenn man auf den Deckel der Kiste im geöffneten Zustand klickt.
- Obwohl das Becken mit den Zitteraalen geleert ist, behauptet Assil, das dort drin viele dieser Fische schwimmen, wenn man sich das Becken von Unten anschaut. Die Dialoge sind hier star und wurden nicht angepasst.
4. Oktober 2006, 20:27
Perfide Werbung
Dieses Werbeplakatt ziert eine Tür einer Bonner Volksbankfiliale. Vielen Dank, liebe Volksbank, dass du ein so tolles Bild von Studenten zeichnest!
Schon mal ganz davon abgesehen, dass Studenten einen Kredit aufnehmen müssen, um überhaupt zu studieren... Jedoch ist daran nicht die Bank schuld, sondern unser geliebtes Land NRW, das uns den Kram eingebrockt hat. Aber ich schweife ab.
Also nochmals liebe Volksbank, vielen Dank, dass du uns Stundenten ein so gutes Image machst. Es sieht so aus, dass der Student den Kredit nur aufnimmt, um wie eine Made im Speck zu leben. Während die anderen Studis, die keinen Kredit brauchen, ihr karges Mensamahl zu sich nehmen (völlig ohne Kerzenschein), hat unser Protagonist auf dem Bild einen Kredit. Einen Kredit! Jetzt kann er sich wohl ein besseres Mensaessen leisten als die anderen und Kerzen dazu! Na, wer merkt schon, was an dieser Logik faul ist?...
Richtig! Wer einen Kredit braucht, ist ganz bestimmt kein toller Hecht, der jetzt gut essen geht. Der Kredit wird einzig und alleine für einen Zweck aufgenommen: die Studiengebühren zu bezahlen. Aber das hat die Volksbank bestimmt nur übersehen... Und ganz bestimmt darf dieser tolle (noch?) Student den ganzen Kredit zurückzahlen, mit Zinsen versteht sich, denn wir sind ja bei einer Bank. Und das völlig unabhängig davon, ob er erfolgreich ist oder nicht.
In diesem Licht erscheint mir diese Werbung ein wenig zynisch, wenn nicht sogar verhöhnend, was die mittellosen Studenten angeht. Aber das sind nun mal Banken, da darf man kein Mitgefühl erwarten.
27. August 2006, 12:42
Anleitungen zum Bombenbauen
Gestern habe ich einen amüsanten Artikel im Heise-Newticker gelesen. Demnach möchte der NRW Innenminister Ingo Wolf wissen „welche Islamisten sich Anleitungen zum Bomben bauen aus dem Internet ziehen und wer in verdeckten Chatrooms über mögliche Anschlagziele diskutiert.” - und das alles mit Hilfe eine Anti-Terror-Datei.
Seine Absichten sind zwar sehr löblich, dennoch völlig realitätsfremd. Man kann grundsätzlich nur die Menschen überwachen, die sich auch überwachen lassen. Und das sind im wesentlichen nur die braven Bürger, die vielleicht mal eine Steuerhinterziehung sich haben zu Schulden kommen lassen. Echte Profis kann man mit einer Anti-Terror-Datei meiner Meinung nach nicht entdecken. Die einzige Methode Terroristen zu entlarven ist durch verdeckte Ermittlungen und Infiltration deren Organisationen.
Die moderne Informatik bietet so viele Kommunikationsmöglichkeiten, dass schon die Informationsflut nicht von Menschen ausgewertet werden kann. Hinzu kommen moderne Verschlüsselungs- (Kryptografie) und Versteckmethoden (Steganographie). Beide zusammen erlauben es Mitteilungen ziemlich Enddeckungssicher in Bildern oder Texten zu verstecken. Generell eignet sich alles, wo man zwei Zustände irgendwie darstellen kann (die berühmte 0 und 1 des dualen Systems) als Informationsträger. Beispiele? Kein Problem:
Nehmen wir an, ich möchte die Mitteilung 2001010111:55 Bonn HBF übermitteln. Binärkodiert ergibt das die Folge
00110010 00110000 00110000 00110001 00110000 00110001
00110000 00110001 00110001 00110001 00111010 00110101
00110101 00100000 01000010 01101111 01101110 01101110
00100000 01001000 01000010 01000110 00001010
Jetzt zähle ich die Leerstellen in meinem Text. Für jede 0 schreibe ich eine einfache Leerstelle, für jede 1 zwei Leerzeichen hintereinander. Im Browser werden mehrfache Leerstellen zu einer zusammengefasst, also ist diese zunächst nicht zu endecken. Wenn man es aber weiß, kann man den Originaltext rekonstruieren.
Dieses Beispiel ist recht einfach gestrickt (man möchte sagen: selten dämlich). Aber es demonstriert das Prinzip. Zur Steganographie gibt es ganze Bücher, die das Prinzip und die Umsetzung beschreiben. Und man sollte nicht annehmen, dass Terroristen zu dumm wären mathematische Ausführungen zu verstehen. Und das Wissen über Kryptografie und Steganopgraphie verschwindet nicht einfach, wenn man es eventuell verbietet! Als Folge eines solchen (zur Zeit noch theoretischen) Verbotes wären Bürger jeder Möglichkeit beraubt unter Wahrung ihrer Privatsphäre zu kommunizieren, währen die bösen Buben sich um so ein Verbot nicht kümmern würden. Man sollte nicht vergessen, dass E-Mails nur Postkarten entsprechen! Jeder Administrator eines Mailservers, an dem die Mail vorbeigeht, kann den Inhalt lesen und sogar manipulieren! Erst die Verschlüsselung bildet den Briefumschlag der E-Mail.
Generell sind die Menschen seit den Anschlägen vom 11. September sehr nervös geworden. Sie haben Angst. Und wenn Menschen Angst haben, dann lassen sie alles mit sich machen. Öffentliche Überwachung, Beschneidung der Bürgerrechte, verdachtsunabhängiges Abhören der Privatkommunikation. Das sind alles Einschnitte in Freiheiten, die unsere Lebensweise von den der totalitären Systeme unterscheiden, die das Leben hier lebenswert machen! Und die Einschnitte nehmen wir einfach so in Kauf, ohne Diskussion, ohne Volksbegehren. Wir lassen es einfach mit uns machen.
So gesehen, haben die Terroristen eigentlich gewonnen...
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