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Diplom

Frust, lass nach...

FRUST! Seit einer Woche versuche ich (erfolglos, versteht sich) eine Toolchain für einen Intel XScale Prozessor auf einem Mac OS X (Tiger) aufzusetzen. Es geht einfach nicht!

Für nicht Eingeweihte: eine Toolchain ist eine Sammlung von Werkzeugen und Bibliotheken, die es erlaubt auf einem Computer vom Typ A Maschinencode für Computer vom Typ B zu generieren.

Warum generiert man den Code nicht direkt dort, wo der ausgeführt werden soll? Naja, für eingebettete Systeme ist das meistens nicht möglich, da sie nur über sehr wenig Speicher und rechenschwache Prozessoren verfügen. Da ist kein Platz für den Compiler oder er würde ewig und 3 Tage zum kompilieren brauchen.

Der Khepera ist ein solches eingebettetes System. Und der Entwicklungsrechner soll ein MacBook sein. Und damit ist die Idee nach einer Woche für mich gestorben. Das K-Team (der Hersteller meines Mistkäfers) hat zwar eine fertige Toolchain für Intel/Linux und Intel/Windows sieht sich aber nicht in der Lage eine Toolchain für Intel/MacOSX anzubieten. K-Team sieht sich ebenfalls nicht in der Lage den Quellcode der Linux Toolchain bereitzustellen - oder eben nur die Skripte, die zum Erstellen jener notwendig sind. Hierbei sei noch erwähnt, dass die Toolchain vollständig auf der GNU GPL basiert. Damit wäre K-Team zu Veröffentlichung verpflichtet, zumindest zu der Veröffentlichung der Skripte und Werkzeuge zur Erstellung der Toolchain, da die anderen Bauteile frei im Netz verfügbar sind. (§3, Abs. 2 der GPL)

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass ich auf meine Frage nach dem Quellcode eine Antwort bekam, in der es hieß, dass der Verantwortliche nun seit einem Jahr nicht mehr bei K-Team mitarbeitet. Desweiteren gibt es keine Quellcodes von denen man wüsste und ich soll die alte Version nutzen, weil die neue nicht sowieso nicht unter MacOS laufen könnte. Pech nur, dass die alte Version jetzt zwei Jahre auf dem Buckel hat und sich ebenfalls nicht kompilieren läßt. Und man solle bitte mir die Beurteilung lassen, ob es läuft oder nicht. Als würde man gegen eine Wand sprechen. bang head

Offensichtlich herrscht bei K-Team ziemliches Chaos, was die Softwareabteilung angeht. Hardware mag ja interessant sein, aber ohne die passende Software erwirbt man nur einen Haufen Schrott.


Diplom

Die göttlichen Mistkäfer laufen

Sie laufen! Naja, eigentlich fahren. Der Grund für die Zicken des einen Exemplars ist auch gefunden - eine defekte WLAN-Karte. Hätte ich zuerst irgendeinen anderen Roboter in die Hand bekommen, hätte es mir wahrscheinlich paar Tage Frust gespart. ;-) Aber es ist so wie an der Supermarktkasse: Die Schlange in der man selbst steht bewegt sich immer am langsamsten.

Außerdem habe ich die Konsole auf dem MacBook gefunden und langsam freunde ich mich mit der Platform wirklich an. Es ist ein völlig neues Erlebnis, wenn man Programme einfach über Drag'n'Drop installieren kann. Für einen eingefleischten Linuxer, der nur yum, apt und dpkg kennt ein interessanter Blick über den Tellerrand.

Was ich noch vermisse: Einen einfachen Texteditor, der einfache Texte speichern kann. Ich habe TextEdit gefunden, aber das möchte mir Dateien im RichText-, HTML- oder Word-Format speichern. Gibt es nicht etwas, was sie einfach als .txt abspeichert?


Diplom

Der göttliche Mistkäfer

Der göttliche Mistkäfer, KheperaIII
Der göttliche Mistkäfer, KheperaIII

Der Name Khepera kommt aus dem Altägyptischen (auch: Cheper, Kheperâ, Chepri) und bezeichnet den Skarabäus - oder zur Deutsch: Mistkäfer.

Es ist auch eine Bezeichnung einer Roboterplattform, auf der ich meine Diplomaufgabe lösen will. Und zumindest die 3. Generation des Roboters macht seinem Namen alle Ehre. Weniger der "Käfer" Teil, dafür mehr der "Mist".

Seit einer Woche lässt sich die WLAN-Karte nicht in Betrieb nehmen. Mal funktioniert sie, mal wieder nicht. Neuerdings wird noch nicht einmal die Präsenz der Karte im Roboter wahrgenommen. Ganz besonders kurios, weil die WLAN-Karte zusammen mit dem Roboter gekauft wurde und auf der Verpackung das K-Team-Logo (der Hersteller des Roboters) prangert. Man sollte also annehmen, dass die Leute wissen, was sie verkaufen.

Morgen versuche ich herauszufinden, ob nur das eine Exemplar spinnt, oder ob es ein systemweites Problem dieser Hardware ist. Das Ganze ist aber ziemlich frustrierend.

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