Fedora 8 auf Fujitsu-Siemens Amilo-D
Stand: 14.05.2008
| Ich arbeite nicht für Fujitsu-Siemens und ich bin auch kein Techniker. Viele Menschen haben mich schon gefragt, wo sie Ersatzteile für ihre Notebooks bekommen. Sie hätten besser Fujitsu-Siemens gefragt, weil ich es leider nicht weiß. Andere hatten Fragen zu völlig anderen Notebook-Modellen. Sie hätten ebenfalls besser den Hersteller gefragt, weil ich nicht jedes ihrer Modelle kenne. |
Um diese Seite übersichtlicher zu gestalten habe ich in der aktuellen Version alle Beschreibungen zu alten Distributionen entfernt. Wer trotzdem Informationen zu alten RedHat 7.x oder Fedora 1-6 Linux Distributionen sucht, findet sie auf einer separaten Seite zu alten Versionen.
Bei Fragen bin ich gerne bereit weitere Auskünfte zu geben. Ich garantiere nicht, dass meine Aussagen richtig sind, oder dass sie irgendwie helfen können.
. Meine E-Mail-Adresse ist adalbert.prokop@gmx.de.
Wenn Sie Informationen zu einem anderen Notebook-Modell suchen, sollten sie auf jeden Fall auch einen Blick auf http://www.linux-on-laptops.com/ oder auf http://tuxmobil.org/mylaptops.html werfen.
Übersicht
Die Abmessungen sind laut dem Benutzerhandbuch 322×277×38 mm Vorne (12,68×10,91×1,50 Zoll) und 322×277×44 mm Hinten (12,68×10,91×1,73 Zoll). Das Gewicht ist 3,27 kg (7,21 Pfund).
Das Notebook hat eine blaue Metallic-Farbe, 14,1" Display, Touchpad mit zwei Tasten, eingebaute Lautsprecher von bescheidener Qualität, Extratasten auf dem Frontrand, Lautstärkeregler, einen Mikrofoneingang und Kopfhörerausgang. Es verfügt über einen PS/2 Port, internes WinModem, Ethernet, einen FireWire (IEEE 1394) Port, 2 USB Ports, Parallelport, SVGA- und TV-Ausgang (S-Video).
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Über der Tastatur befindet sich ein LC-Display, das über den Zustand der Tastatur (Lock-Tasten), Festplatte+CD-ROM/DVD, Floppy, Batterie, PCMCIA Kartenaktivität, Ladezustand und Stromversorgung Auskunft gibt.
![[Seitenansicht rechts]](laptop-side.png)
Hardware
| Typ | AMILO-D Series Reg No: N-30N3 Modell: CY 23 |
| CPU | Intel Pentium III, 1.2GHz (Desktop), 2378.95 bogo mips |
| BIOS | Phoenix V.4.0 Release 06 |
| Chipset | VIA PN133T (VT8606) North Bridge, VT686B South Bridge |
| Cache | 256 KB second level cache |
| Speicher | 256 MB shared, davon 128 MB auf dem Motherboard |
| Display | 14,1" TFT-XGA, 1024×768 / 32 bbp / 60 Hz 1024×768 / 32 bbp / 85 Hz (extern) oder 1280×1024 / 32 bbp / 60 Hz (extern) |
| Grafik | S3 Savage4 Grafik-Controller (im VIA-Chipsatz integriert), mit 8/16/32 MB shared Speicher |
| Audio | CS4299 AC97, Lautstärke über Tasten regelbar |
| Medien | 20 GB Fesplatte, Floppy-Laufwerk, CD-ROM/DVD Combo |
| Schnittstellen |
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Von Ian Forgaty <ian DOT foggo AT btinternet DOT com> habe ich erfahren, dass das Acer Aspire 1203VX Laptop anscheinend baugleich ist. Die Benutzeranleitung für dieses Laptop kann man bei Acer finden. Dana Olson berichtete, dass das Trillium N-30N3 (ACY23-15 auf dem Typenschild auf der Unterseite), bis auf die Celeron CPU baugleich ist.
BIOS
Das BIOS bietet keine richtigen Einstellungsmöglichkeiten. Die Festplatte wird automatisch erkannt, der Typ kann nicht manuell verändert werden.
Eine interessante Einstellung ist Installed OS:
Win98/Me/2K/XP
oder
Only Win NT4.0
Keine Ahnung wofür das gut sein soll, steht bei mir auf Win98/Me/2K/XP.
Linux-Installation
Distribution
Ich benutzte aktuell Fedora 8 mit dem vorkompilierten Kernel, da es alle Module enthält, die ich brauche. Der NTFS-Treiber ntfs-3g (ein Teil von fuse) funktioniert gut, so dass der Kerneltreiber überflüssig ist.
Die Installation verlief völlig problemlos, allerding wird ACPI deaktiviert. Um es zu aktivieren muss man die Kerneloption acpi=force benutzen. Der grafische Bootmanager macht machmal Probleme, deswegen ist es sicherer die Kerneloption rhgb zu löschen.
Grafik
Wenn Probleme mit dem X-Server auftauchen, sollte man versuchen die Konfiguration neu anzustoßen. Dazu gibt man auf der Kommandozeile system-config-display --reconfigure ein. Die reconfigure options weist das Tool an eine neue Konfigurationsdatei zu erstellen und nicht die alte zu überarbeiten. Anschließend kann man noch weitere manuelle Änderungen einbringen. Meine Konfiguration findet man hier: xorg.conf.
Sound
ALSA funktioniert auf dem VIA Chipsatz problemlos.
Ethernet
Das tulip-Modul wird automatisch geladen und funktioniert.
WLAN
Das Notebook hat keine eingebaute WLAN-Netzwerkkarte! An dieser Stelle nur einige allgemeine Hinweise.
Seit Fedora 7 gibt es die Systemdienste NetworkManager und NetworkManagerDispatcher. Beide sollten aktiviert sein und beim Booten gestartet werden. Unter KDE gibt es das Tool KNetworkManager, mit dem man drahtlose Netzwerke aufspüren und konfigurieren kann. Das ist die bequemste Möglichkeit.
Wer das nicht tun will oder kann, der kann z.B. ein von mir geschriebenes Tool wlanscanner einsetzen, um sich in WLAN-Netze einzubuchen.
Modem
Zunächst: viele Informationen zum Betrieb von WinModems unter Linux gibt es auf der LinModem Seite.
Speziell für dieses Modem findet man Pakete unter http://linmodems.technion.ac.il/packages/ltmodem/kernel-2.6/. Die Seite ist leider nicht mehr als ein Verzeichnis mit einigen Dateien darin. Die Pakete für Kernel über 2.6.12 findet man im Unterverzeichnis martian.
Der Treiber besteht aus einem Kernel-Modul und einem User-Space-Programm. In einem ersten Versuch konnte ich zwar alles glatt kompilieren und das Modul laden, dennoch war das Modem mit minicom nicht ansprechbar. Sollte ich im Laufe der Zeit Erfolg haben, werde ich davon berichten.
OneTouch Buttons
(zuzätzliche Knöpfe an der vorderen Kante des Laptops)
Nach dem Booten sind diese Tasten erst einmal nicht aktiv und damit nicht nutzbar. Um sie zu aktivieren kann man das kleine Perl-Programm omke.pl von http://sourceforge.net/projects/omke/ benutzen.
Sind die Knöpfe erstmal aktiv, muß man sie nutzbar machen, weil sie erst nur einige Scancodes ausgeben, mit denen der Kernel nichts anfangen kann. Unter der Annahme, dass omke.pl sich unter /usr/local/sbin befindet, kann man folgende Zeilen in die /etc/rc.d/rc.local einfügen, die die Tasten aktivieren und den Scancodes passende Keycodes zuweisen.
# OneTouchButtons aktivieren /usr/local/sbin/omke.pl -k 1 setkeycodes e071 148 # User1 KEY_PROG1 X:159 setkeycodes e072 149 # User2 KEY_PROG2 X:151 setkeycodes e073 150 # Web KEY_WWW X:178 setkeycodes e074 155 # Mail KEY_MAIL X:236 setkeycodes e075 115 # Vol+ KEY_VOLUMEUP X:176 setkeycodes e076 114 # Vol- KEY_VOLUMEDOWN X:174
Die passenden Keycodes kann man dem Kernelquellcode entnehmen, sie sind in der Datei include/linux/input.h.
Sind die Tasten im System bekannt, muss man sie auch unter X benutzbar machen. Das Tool lineak (Linux Easy Access Keyboard, http://lineak.sourceforge.net/) kann die Scancodes abfangen und sie mit Funktionen belegen. Dieses Programm ist auch ein Teil der Fedora-Distribution und kann, zusammen mit einigen Plugins, mit yum einfach installiert werden.
Theoretisch kann lineak auch die Scancodes für die Tastatur setzen, dafür braucht es jedoch Superuserrechte. Deswegen ist es einfacher und sicherer die Tasten systemweit zu definieren. Jeder Benutzer kann die Tasten nach Belieben belegen. Das Aktivieren der Tasten durch lineak ist, soweit mir bekannt, nicht möglich.
Hier ist mein Konfigurationsdatei lineakkb.def, die die Zuordnung der Codes zu Aktionen beschreibt. Mit dem xosd-Plugin werden die Aktionen auch auf dem Bildschilm eingeblendet.
FireWire
Ich habe mal versucht eine digitale Videocamera ans Laufen zu bekommen, leider ohne Erfolg. Ich weiß nicht, woran es lag - an falschen Treibern oder allgemeiner Inkompabilität meines Chipsatzes. Unter Windows klappte es ... Seit RedHat 7.3 habe ich keine weiteren Versuche unternommen. Falls es bei jemanden klappt, würde ich das gerne erfahren.
USB
Funktioniert...
. Aber es ist nur USB 1.1, also muss man Geduld haben.
PCMCIA (PC-Card)
Komischerweise wird meine WLAN-Karte beim Einstecken nicht automatisch erkannt. Die beidem PCMCIA-Slots scheinen leer zu sein. Erst wenn man pccardctl insert aufruft wird sie erkannt und das Modul geladen. Steckt sie jedoch beim Booten schon im Slot drin, dann wird sie automatisch konfiguriert.
Externes CRT
Klappt. ;-) Die Tastenkombination Fn+F5 wechselt zwischen folgenden Zuständen
- CRT
- LCD+CRT
- LCD
S-Video
Mit Fn+F5 kann man zwischen dem TFT und S-Video Ausgang hin- und herschalten. Die Auflösungs sollte auf 800×600 Pixel gestellt werden, um ein gutes Fernsehbild zu bekommen.
Der S-Video Anschluß ist nicht kompatibel mit dem gängigem Cinch-Composite Anschluß! S-Video überträgt Luminanz (Helligkeit) und Chrominanz (Farbintensität) getrennt. Ein Composite-Signal enthält beide Informationen. Fast alle Adapter von S-Video auf Scart (Euro) Stecker, die ich gesehen habe, greifen nur das Luminanz-Signal ab. Daraus resultiert aber nur ein schwarz/weiß Bild. Leider kann man auch nicht einfach beide Kontakte zusammenlöten, das gäbe einen Kurzschluß.
Wer nicht genug Geld für einen fertigen Adapter hat, kann auch Google bemühen und nach der Kabel-FAQ suchen, in der unter anderem auch eine Bauanleitung für einen S-Video nach Composite Adapter zu finden ist.
Besonderheiten
Fedora ist mit der Zeit gewachsen, aber die Festplatte im Laptop leider nicht. Und ein Upgrade der Hardware lohnt sich auch nicht mehr. Da KDE jetzt nicht mehr wirklich drauf passt, bin ich auf XFCE umgesattelt.
Der Lüfter des Notebooks ist sehr laut - erinnert durchaus an einen Föhn. Meine Freundin hörte es einst über das Telefon und fragte, ob ich Staubsaugen würde ...
Die Tastatur des Notebooks ist ziemlich wackelig und biegt sich beim Drücken der mittleren Tasten geringfügig durch. Dadurch entsteht ein leises Klappern beim Tippen.
Der erweiterte Konsolenmodus (z.B. Kerneloption vga=0x305) ist inkompatibel mit dem X-Server. Wenn man von der grafischen Ausgabe auf die Textkonsole zurückschaltet, zeigt sie nur bunte Linien.
Letzte Änderungen am: Sonntag, 5. Oktober 2008, 22:48:47


