Fedora Core auf Acer Travelmate 8000

TuxMobil - Linux auf Laptops, Notebooks, PDAs und Handys Linux auf Laptops

Letzte Änderung: 17.12.2006

Wenn jemand weitere Fragen zur dieser Maschine oder der Konfiguration hat, werde ich versuchen sie zu beantworten. Bitte beachtet, dass es nicht mein Notebook ist, ich machen nur Support dafür. Wenn ich etwas ausprobieren muss, dann kann es schon mal eine oder zwei Wochen dauern, bis ich dazu komme. Ich garantiere nicht, dass meine Antworten irgendein von euren Problemen lösen. wink. Meine E-Mail-Adresse ist adalbert.prokop@gmx.de

Ansicht von oben auf die Tastatur
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Ansicht von oben mit geschlossenem Display
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Übersicht


Die Abmessungen sind im Handbuch mit 331,5×280,7×33,2 mm angegeben. Das sind 13,1×11,1×1,3 Zoll für die, die nicht im Metern denken. Das Gewicht beträgt 2,88 kg (6,33 lbs).

Das Notebook ist komplett schwarz, hat einen 15 Zoll SXGA+ Display, Touchpad mit zwei Tasten und einem zusätzlichen Kipp-Knopf, der in vier Richtungen gedrückt werden kann. Dieser Knopf emuliert die Maustasten 3 - 6. Das Notebook hat zwei Lautsprecher durchschnittlicher Qualität, eingebautes Mikrofon, USB, FireWire (IEEE 1394), vier Schnellstart-Tasten und integrierte Kartenleser für SmartCard und SD/MMC, die höhstwahrscheinlich unter Linux nicht funktionieren werden.

Es gibt drei Leuchtdioden über der Tastatur, die den Status von der Hochstelltaste (CapsLock), der NumLock-Taste und der Festplattenaktivität anzeigen. Auf der vorderen Kante sind Strom- und Batterie-Dioden, sowie zwei weitere Aktivitäts-LEDs für Bluetooth und WLAN. Mit dem aktuellen ipw2200-Treiber für WLAN-Karte läßt sich die WLAN-Diode in Betrieb nehmen. Dazu muss man dem Treiber die Option led=1 übergeben. Die Bluetooth-Diode blinkt ohne weitere Verrenkungen, wenn Bluetooth eingeschaltet wird.

Dieses Laptop benutzt ACPI, das vom 2.6 Kernel unterstützt wird. Das bedeutet z.B. dass das Drücken des Einschaltknopfes den Computer nicht einfach ausschaltet, sondern ein Signal an das Betriebssystem sendet, das anschließend sauben herunterfahren kann. Ich habe drei arten von Events feststellen können:

  1. Power-Knopf,
  2. Deckelverschluss,
  3. Ruhemodus-Knopf.

In Fedora Core 6 ist standardmäßig nur der Power-Knopf mit einer Funktion belegt. Andere Knöpfe können nach Belieben programmiert werden. Schaut in die Dokumentation von acpid.

Hardware

Typ Acer TravelMate 8002LCI
CPU Intel® Pentium® M 1500 (Centrino™)
BIOS Phoenix First BIOS Notebook Pro Version 2.0, V.3A14, Build 04/20/04
Chipsatz Intel® 855GME Chipsatz; 400MHz Front-Side-Bus
WLAN Intel® PRO/Wireless 2200BG (802.11b/g)
Cache 1 MB
Speicher 512MB SD-RAM (non-shared!)
Bildschirm 15" TFT-SXGA+, 1400×1050 / 32 bbp / 60 Hz
VGA and DVI-D connectors for external displays
Grafikkarte ATI RadeonMobility 9700, 128MB, 3D beschleunigt
Audio Intel 82801DB (AC'97 compatible)
Medien 80 GB EIDE Festplatte (Toshiba MK6021GAS), QSI CD-RW/DVD-ROM SBW242C
SD/MMC/MS/SM Kartenleser (zur Zeit mit Linux nicht benutzbar)
SmartCard-Steckplatz (zur Zeit mit Linux nicht benutzbar)
Schnittstellen
  • 4× USB 2.0
  • 1× IEEE 1394 (FireWire)
  • 1× CardBus PC-Card (PCMCIA) Slot Typ I/II
  • 1× Modem (Intel 82801DB)
  • 1× Ethernet LAN 10/100/1000 Mbit (BroadCom NetXtreme BCM5705 [tg3])
  • 1× CRT (VGA)
  • 1× LCD (DVI-D)
  • 1× S-Video
  • 1× Kopfhörer, 1× Mikrofon, 1× Line-in
  • 1× Infrarot (FIR)
  • 1× Port-Replikator
  • kein PS/2
  • keine serielle Schnittstelle
  • keine parallele Schnittstelle

Fotos

Rückseite
Rückseite
vordere Kante
vordere Kante
linke Seite
linke Seite
Schnellstart-Knöpfe
Schnellstart-Knöpfe
untere Seite (klicken zum Vergrößern)
untere Seite
  1. Modem-Anschluss
  2. Netzwert-Anschluss
  3. Port-Replikator-Anschluss
  4. DVI-D
  5. VGA
  6. S-Video
  7. Lautsprecher
  8. MMC/SD Kartenleser
  9. MMC/SD Kartenleser-Aktivität
  10. Infrarot-Port
  11. Bluetooth-Aktivitäts-LED
  12. Bluetooth-Schalter
  13. WLAN-Aktivitäts-LED
  14. WLAN-Schalter
  15. USB
  16. FireWire
  17. PCMCIA (PC-Card)
  18. SmartCard
  19. Line-in
  20. Mikrofon
  21. Kopfhörer
  22. Ein-/Ausschalter
  23. E-Mail-Knopf (mit LED)
  24. Browser
  25. Benutzerdefinierter Knopf 1
  26. Benutzerdefinierter Knopf 2
  27. CapsLock LED
  28. NumLock LED
  29. Festplatten/CD Aktivität
  30. CD-ROM-Verschluss
  31. Batterie
  32. Batterie-Verschluss
  33. Namenschildchen ;-)
  34. Festplatten-Stoßschutz

Linux Installation

Distribution

Ich habe Fedora Core 6 installiert und benutze den Standard-Kernel von Fedora. Dieser Kernel hat keine Unterstützung für NTFS-Dateisysteme. Das Paket ntfs-3g rüstet aber diese Funktionalität nach, nicht als Kernel-Modul, sondern als User-Space Modul.

Die Installation verlief ohne Probleme.

Grafik

Fedora Core 6 benutzt standardmässig den VESA-Treiber für die ATI-Karte. Es funktioniert, ist aber nicht sehr schnell. Glücklicherweise bietet ATI einen eigenen 3D-beschleunigten Grafiktreiber für Linux. Unglücklicherweise ist die Installation dieses Treibers nicht ganz einfach.

Man braucht nicht mehr den Kernel-Quellcode, um den Treiber zu kompilieren. Das Installer-Paket von ATI generiert ein RPM-Paket, dass man einfach installieren kann. Leider gibt es nocht folgende Probleme

  1. Im Akkubetrieb, ohne eingesteckte Stromversogung, blinkt der Bildschirm in unregelmäßigen Abständen kurz auf, als ob er für einen Moment ausgeht. Die Intervale schwanken (nach Gefühl) zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten.
  2. Beim Umschalten auf die Textkonsole bleibt der Rechner manchmal hängen. Das passiert manchmal auch, wenn man sich nur Ausloggt, weil dann kurz auf Textkonsole geschaltet wird. Dieser Fehler ist mit dem neuen ATI-Treiber 8.32.5 vom 13.12.2006 wahrscheinlich behoben, zumindest beim 10-maligen Ein-/Ausloggen traten keine Hänger auf.
  3. Der Treiber 8.40.4 vom 13.08.2007 hat ein ähnliches Problem. Sobald der X-Server resettet oder neugestartet wird, bleibt er hängen. Das macht nur einen einzigen Login möglich. sad

In der xorg.conf sollte man den Eintrag

Driver "vesa"

durch

Driver "fglrx"

ersetzen, damit der 3D-Treiber auch beim nächsten Start des X-Servers geladen wird.

Damit auch die 3D-Beschleunigung funktioniert, muss man den Abschnitt

Section "Extensions"
        Option "Composite" "false"
EndSection

hinzufügen, sonst geht es nicht. Hier ist meine xorg.conf, wenn jemand interessiert ist.

Sound

Im allgemeinen funktioniert es.

Ich habe keine Qualitätstests mit dem eingebauten oder einem extenen Mikrofon unternommen. Ich hoffe einfach, dass sie so gut wie die externen Lautsprecher oder die Kopfhörer funktionieren.

Ethernet

Das tg3 Module wurde automatisch geladen und funktioniert perfekt im 100 Mb Netzwerk. Ich habe es nicht im 10 Mb or 1000 Mb Netzwerk getestet, weil mir die passende Hardware fehlt.

WLAN

Es gibt stabile Treiber für die Intel Pro Wireless 2200 WLAN card. Die Quellcodes findet man in der Quellcodeschmiede http://ipw2200.sf.net/. Der ipw2200 Treiber ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Kernels, man muss ihn nicht separat kompilieren. Allerdings braucht auch die Firmware, die auf der gleichen Seite verlinkt ist. Die Firmware muss bei Fedora Core 6 in das Verzeichnis /lib/firmware kopiert werden.

Das WLAN ist keine PC-Karte. Das Betriebssystem sieht es als eine PCI Karte. Fügt eine alias-Definition in der Datei /etc/modprobe.conf, um sicher zu stellen, dass der Treiben beim Booten geladen wird.

alias eth1 ipw2200

Wenn die WLAN-Diode die Funkaktivität anzeigen soll, muss man dem Kernel-Modul die Option led=1 übergeben. Am besten man fügt die folgende Zeile in /etc/modprobe.conf ein:

option ipw2200 led=1

Zur Zeit verwende ich ein kleines Skript wlanscanner eigener Produktion, um den Äther nach verfügbaren Netzen zu scannen und mich in ein bekanntes Netz einzubuchen. Im Extras-Repository von Fedora Core 6 gibt es zwei weitere Tools, die das automatische Scannen und einbuchen in andere Netzwerke übernehmen. Das sind

Ich habe schon wifiroamd erfolgreich auf einem anderen Notebook eingesetzt, über wifi-radar kann ich noch nichts sagen.

Modem

Theoretisch gibt es Linux-Treiber für den Intel-Modem-Chipsatz. Mangels Bedarf, habe ich sie nie ausprobiert. Schaut unter http://linmodems.technion.ac.il/ nach, welches eine prominente Seite für Treiber und Informationen zu sog. Winmodems unter Linux ist.

Schnellstart-Knöpfe

Diese Knöpfe können ebenfalls mit Linux benutzt werden und man kann ihnen beliebige Funktionen zuweisen. Um sie zu benutzen kann man das kleine perl-Tool omke.pl von http://sourceforge.net/projects/omke/ benutzen. Es kann die Knöpfe aktivieren - was nicht heisst, dass man sie sofort benutzen kann. Den Aufruf von omke.pl kann man in /etc/rc.d/rc.local plazieren, damit er bei jedem Start ausgeführt wird.

Vielleicht kann man Péter Soós' omnibook Treiber benutzen, das ebenfalls die Aktivierung der Schnellstart-Knöpfe bietet, zusammen mit anderen interessanten und nützlichen Infos. Es befindet sich ebenfalls unter http://sourceforge.net/projects/omke/. Es ist ein Vorschlag, probiert's einfach mal aus.

Sind die Knöpfe erstmal aktiv, muß man sie unter X nutzbar machen. Es kann leider von Hause aus mit den erzeugten Scancodes nichts anfangen. Allerdings gibt es das Projekt Linux support for Easy Access and Internet Keyboards, dass die Tastencodes abfangen kann und vordefinierte Aktionen starten kann. So sehen zum Beispiel meine Konfigurationsdateien lineakd.conf und lineakkb.def aus.

Um die Tasten verfügbar zu machen, muß man die richtigen Keycodes setzen. Macht man es nicht, ergibt das drücken einer der Tasten nur eine Meldung im Syslog, dass die Taste nicht zugeordnet werden konnte. Dazu fügt man am einfachsten folgenden sechs Zeilen in der Datei /etc/rc.d/rc.local ein.

setkeycodes e074 239 # User1 button
setkeycodes e073 238 # User2 button
setkeycodes e055 234 # WLAN on
setkeycodes e056 227 # WLAN off
setkeycodes e057 228 # Bluetooth on
setkeycodes e058 229 # Bluetooth off
setkeycodes e025 205 # Help
setkeycodes e026 154 # Setup
setkeycodes e027 199 # Energy scheme

FireWire

Kann nichts testen, weil ich keine Geräte habe.

USB

Schnelles USB, einfach so, ohne Probleme.

Externer Bildschirm

Geht. ;-) Die Tastenkobination Fn+F5 schaltet zwischen folgenen Modi:

S-Video

Mit Fn+F5 kann man zwischen dem TFT und S-Video Ausgang hin- und herschalten. Die Auflösungs sollte auf 800×600 Pixel gestellt werden, um ein gutes Fernsehbild zu bekommen.

Der S-Video Anschluß ist nicht kompatibel mit dem gängigem Cinch-Composite Anschluß! S-Video überträgt Luminanz (Helligkeit) und Chrominanz (Farbintensität) getrennt. Ein Composite-Signal enthält beide Informationen. Fast alle Adapter von S-Video auf Scart (Euro) Stecker, die ich gesehen habe, greifen nur das Luminanz-Signal ab. Daraus resultiert aber nur ein schwarz/weiß Bild. Leider kann man auch nicht einfach beide Kontakte zusammenlöten, das gäbe einen Kurzschluß.

Wer nicht genug Geld für einen fertigen Adapter hat, kann auch Google bemühen und nach der Kabel-FAQ suchen, in der unter anderem auch eine Bauanleitung für einen S-Video nach Composite Adapter zu finden ist.

Suspend-to-disk

Nicht getestet, weil es nicht mein Notebook ist und ich es nie lange genug in den Fingern habe, um etwas ausgiebig zu testen.

Besonderheiten

Ein sehr schönes und leises Laptop. Der Prozessorlüfter hat selten etwas zu tun und ist kaum hörbar. Sehr komfortable Tastatur - ausgenommen die END und HOME Tasten, die nur als Kombination mir der Fn-Taste funktionieren.


Im Akkubetrieb, ohne eingesteckte Stromversogung, blinkt der Bildschirm in unregelmäßigen Abständen kurz auf. Die Intervale schwanken (nach Gefühl) zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten.

Beim Umschalten auf die Textkonsole bleibt der Rechner manchmal hängen. Das passiert manchmal auch, wenn man sich nur Ausloggt, weil dann kurz auf Textkonsole geschaltet wird. Dieser Fehler ist angeblich mit dem neuen ATI-Treiber 8.32.5 vom 13.12.2006 wahrscheinlich behoben, zumindest beim 10-maligen Ein-/Ausloggen traten keine Hänger auf.


Fedora Core 2 benutzt aus Lizenzgründen nicht mehr den XFree86 X-Server, sondern das GNU Projekt Xorg. Leider wurden unter KDE einige Links vergessen, so das keine Tastaturlayouts mehr erscheinen. Das Problem kann man korrigieren, indem man unter /usr/X11R6/lib/X11/xkb/rules folgende Links anlegt:

ln -s xorg xfree86
ln -s xorg.lst xfree86.lst
ln -s xorg.xml xfree86.xml

Letzte Änderungen am: Sonntag, 5. Oktober 2008, 22:48:47